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BMBF fördert deutschlandweiten Forschungsverbund zur Psychotherapie von Panikstörungen
Ein umfangreiches Forschungsvorhaben zur Psychotherapie von Panikstörungen konnte aufgrund einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) realisiert werden. Sprecher dieses Forschungsverbunds ist Prof. Dr. Volker Arolt, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster.
Mit einer Förderungssumme von 2,5 Mill. € unterstützt das BMBF für zunächst drei Jahre ein zentrales, kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieprojekt, in dem sieben hochqualifizierte, universitäre psychotherapeutische Zentren deutschlandweit zusammenarbeiten werden. Darüber hinaus werden im Zusammenschluss weiterer Forschungsgruppen biologische Mechanismen der Panikstörung untersucht, wie z.B. die körperlichen Reaktionen bei Panikanfällen, die Aktivierung bestimmter Regelkreise im Gehirn, die genetischen Grundlagen der Erkrankung als auch ihre therapeutische Beeinflussung durch Medikamente.
Die Koordination des Forschungsverbunds erfolgt in Münster (Prof. Dr. V. Arolt). Weitere Verbundpartner sind für die Durchführung der verschiedenen Projektgruppen verantwortlich: Psychotherapie (Prof. Dr. H.-U. Wittchen, Dresden), Psychophysiologie (Prof. Dr. A. Hamm, Greifswald), Psychophysiologie II (Priv.-Doz. Dr. A.L. Gerlach, Münster), Pharmakotherapie (Priv.-Doz. Dr. A. Ströhle, Berlin), Bildgebung (Prof. Dr. T. Kircher, Aachen) und Genetik (Prof. Dr. J. Deckert, Würzburg). Das Forschungsvorhaben ist eines von fünf vom BMBF geförderten Psychotherapieprojekten (außerdem: Essstörungen (Ednet), soziale Phobien (sopho-net), Aufmerksamkeit-Defizit-Störung, Schizophrenie).
Es ist das erste Vorhaben seiner Art in Deutschland und eines der weltweit ersten in dessen Rahmen eine psychische Störung in umfangreicher Weise nicht nur auf psychologischer, sondern gleichzeitig auf mehreren biologischen Ebenen untersucht wird. Von den Ergebnissen werden wesentliche, neuartige Erkenntnisse zur Entstehung und Therapie von Panikstörungen erwartet.