PANIK-Netz: Ziele

Klinische Forschung

Die kognitive Verhaltenstherapie soll spezifisch untersucht werden hinsichtlich ihrer einzelnen Wirkkomponenten (Exposition versus kognitive Therapieanteile). Ziel ist es dabei zu erfassen, inwieweit das bestehende Therapiekonzept optimiert und modifiziert werden kann (Exposition durch Therapeuten begleitet oder Exposition alleine). Darüber hinaus sollen mögliche zusätzliche Outcome-Kriterien evaluiert werden (antizipatorisches Angstgefühl und ESM) sowie auf mögliche spezielle Bedürfnisse bei Patienten mit komorbiden Erkrankungen, persönlichkeitsvariablen und speziellen biographischen Gegebenheiten fokussiert werden.

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Neurobiologische Forschung

Verbunden mit dem klinischen Psychotherapieprojekt sollen im Weiteren die neurobiologischen Merkmale der Panikstörung und deren Veränderung im Verlauf eines therapeutischen Prozesses untersucht werden. Obwohl eine Reihe von Studien neurobiologische Veränderungen bei Panik zeigen konnten, sind Veränderungen der neurobiologischen Regulation im Verlauf einer spezifischen Therapie noch wenig untersucht. Fokussiert werden soll hierbei insbesondere auf Veränderungen der für Angst relevanten neuroanatomischen Strukturen. Dabei werden neuropsychologische Paradigmen kombiniert mit 3-Tesla-fMRI-Untersuchungen, die besonders geeignet sind, Aktivierungsprozesse subkortikaler Strukturen zu erfassen. Darüber hinaus sollen genetische Veränderungen bei Patienten mit Panikstörungen untersucht werden. Dabei stehen insbesondere mögliche Kandidatengene hinsichtlich ihres Zusammenhanges zu Abweichungen oder Veränderungen im Phänotyp wie z.B. veränderten Hirnaktivierungsmustern oder anderen psychophysiologischen, endokrinologischen, klinischen und Behandlungsparametern im Blickpunkt.

Die Ergebnisse dieses integrierten psychologisch-neurobiologischen Forschungsansatzes sollten substantiell zum Verständnis zugrunde liegender Krankheitsmechanismen beitragen sowie Aufschluss geben über Wirkmechanismen der kognitiven Verhaltenstherapie.

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Ausbildung junger Wissenschaftler

Abgesehen von Seminaren und Trainings für die Psychotherapeuten der einzelnen Zentren haben junge Wissenschaftler aus den Bereichen Biologie und Psychologie die Möglichkeit, im Rahmen der Forschungsaktivitäten zu promovieren. Hierzu sollen interdisziplinäre Programme entwickelt werden, z.B. im Rahmen des Otto Creutzfeldt Centers of Cognitive and Behavioral Neuroscience (OCC) in Münster, welches ein fächerübergreifendes Postgraduiertenprogramm bietet. In Dresden plant die Psychologische Fakultät ein DFG-Graduiertenprogramm in „Affective Neuroscience“. Ausbildungsworkshops und Symposien sollen in Münster, Dresden und andernorts zu nationalen Kongressen stattfinden.

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Marketingaktivitäten und Patienteninformationen

Informationen zu Angsterkrankungen und deren Therapie sollen im Rahmen verschiedenster Aktivitäten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hierzu sollen Öffentlichkeitsveranstaltungen unter Einbeziehung von Pressekonferenzen stattfinden. Darüber hinaus wurde dieser Online-Auftritt des Forschungsverbundes realisiert. Weitere Aktivitäten umfassen das Netzwerk, Rundbrief, Patientenaufklärungspakete, Kooperation mit Psychotherapeutenverbänden, Verbänden aus Psychiatrie und Psychologie, Krankenversicherungen und Patientenvertretung.

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